WCW Lippstadt

 Die Geschichte des Windsurfing Club Westfalia Lippstadt e. V.

 begann in Lippstadt mit einem ausgemusterten Krankenwagen

 

Wir drehen die Zeit zurück und blicken auf das Jahr 1975, denn da begann die Geschichte des Windsurfing-Sports in Lippstadt und an der Möhne-Talsperrre.

 

Als der Windsurfing Club Westfalia Lippstadt e. V. (WCW) gegründet wurde, war der Surfsport fast unbekannt. In Lippstadt war das allerdings etwas anders, denn hier lebte ein Urgestein der Segel- und Surfszene namens Manfred Charchulla. Manfred war an der Küste aufgewachsen, jahrelang zur See gefahren und ein hervorragender Segler. Bei seinen vielen Reisen wurde er auf den seinerzeit noch recht jungen und exotisch anmutenden Segelsurf- sport aufmerksam. Diese neue und interessante Art der Fortbewegung auf dem Wasser mit einem Segel in den Händen und einem Board unter den Füßen faszinierte ihn. Manfred wollte die Begeisterung für die neue Sportart unbedingt weitervermitteln und suchte bald schon nach gleich gesinnten Sportlern. Er besorgte sich einen ausgemusterten Krankenwagen, den er zu einem Wohn- u. Surfmobil umbaute, kaufte weitere Surfausrüstungen und bot schon 1974 in Körbecke an der Möhne-Talsperre die ersten Surfkurse an. Das sprach sich auch bei den Seglern in Lippstadt rasch herum und schon nach kurzer Zeit war eine ganze Reihe von Interessenten nach einem Kursus im Besitz der ersten von Manfred Charchulla ausgestellten Segelsurfscheine.

 

Da man in Deutschland bekanntlich Sport vorzugsweise in einem Verein mit Gleichgesinnten ausüben möchte, war somit der Schritt hin zur Gründung eines Surfclubs vorprogrammiert. Die Gründungsversammlung fand dann in der Herbstwoche 1975 statt, und zwar im altehrwürdigen Magister-Justinus-

Saal des Heimatmuseums in Lippstadt. Dort wurde dann auch gleich bei der ersten Zusammenkunft der Windsurfing Club Westfalia Lippstadt offiziell aus der Taufe gehoben. Es war klar, dass Manfred Charchulla als Initiator zum Vorsitzenden gewählt wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seinem beruflich bedingten Weggang aus Lippstadt inne.

 

Mit dabei im Oktober 1975 waren als Surfer/innen der ersten Stunde unsere Segelkameradinnen und Segelkameraden

 

             Friedrich Waldeyer, Margot und Karl-Josef Schmidt

             sowie Margret und Karl-Heinz Tack.

 

Von Beginn an war die Möhne-Talsperre das Heimatrevier der Lippstädter Surfer. Da ein Vereinsheim nicht zu finanzieren war, kaufte der Vorstand kurzerhand einen großen Wohnwagen mit Vorzelt, der auf dem Campingplatz in Körbecke aufgestellt wurde und den Mitgliedern als Domizil diente. Später kam ein Überseecontainer für die Unterbringung des Materiallagers hinzu.

 

Die Mitgliederzahl lag nach 4 bis 5 Jahren bei rund 50 aktiven Surferinnen und Surfern und nahm von Jahr zu Jahr stetig zu. 

 

Der WCW Lippstadt war damals der erste Surfclub, der beim Seglerverband NRW sowie beim Deutschen Seglerverband als Verbandsmitglied aufge- nommen wurde.

 

Von Beginn an wurden regelmäßig große und sportlich anspruchsvolle Regatten auf der Möhne-Talsperre organisiert, wie z. B. eine Surftandem-Europameisterschaft. Mit den Brüdern Brock zeichneten sich erste Erfolge der Lippstädter Surfer bei bedeutenden nationalen und internationalen Regatten in den 80er Jahren ab. Es konnten sogar Europameister- und Vizewelt- meistertitel in der Tandem- und in der damaligen erstmals olympischen Klasse der Windglider auf dem Plattensee in Ungarn errungen werden.

 

Ab 1995 hat der WCW Lippstadt dann seine Jugendarbeit erneut intensiviert, wieder zahlreiche Jugendliche an den Regattasport herangeführt und war seitdem auf vielen nationalen und internationalen Regatten erfolgreich. Zahlreiche Titel, wie die Deutsche Jugendmeisterschaft in der 1. Surf- bundesliga, krönten die Leistungen der noch jungen Surfgeneration.

 

Aufgrund des in den späteren Jahren nachlassenden Interesses der Jugend am Regattasport und einer sinkenden Zahl der aktiven Mitglieder stellte

sich ab 2005 die Frage nach der Zukunft des WCW. Im Jahre 2007 wurde beschlossen, Gespräche mit dem Vorstand des LS e. V. zu führen, um die Chancen einer Verschmelzung der beiden Vereine auszuloten. Diese Gespräche verliefen von Anfang an positiv, zumal sich beide Vereine über Jahre bereits durch gemeinsame Aktivitäten näher gekommen waren. Nachdem alle vereinsrechtlichen und organisatorischen Fragen gelöst waren, sind beide Vereine seit dem 01.01.2008 unter dem Namen Lippstädter Segler e. V. vereint. Der ehemalige Surfstützpunkt in Möhnesee-Körbecke blieb erhalten.

 

Aber was ist nun aus dem Vereinsgründer Manfred Charchulla geworden? Wo lebt er, was macht er, surft er noch? Ja, der Surfsport lässt ihn nicht los. Er lebt seit vielen Jahren während der Saison auf der Insel Fehmarn und betreibt am Südstrand ein in der gesamten Surfszene bekanntes Lokal als Treffpunkt sowie eine Surfschule. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jürgen hat er kürzlich auf Fehmarn ein Surfmuseum eröffnet, in dem nicht nur Exponate aus der Anfangszeit des Surfsports zu finden sind, sondern auch die weiteren Entwicklungen in dieser Sportart anschaulich dargestellt werden.

 

Übrigens, Manfred Charchulla hat gleich zu Beginn Surfgeschichte geschrieben, als er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder auf einem Surftandem über den Ärmelkanal nach England gesegelt ist. Dieses Unternehmen trug den beiden den international bekannten Namen „the Surftwins" ein. Die Tour nach England verlief vor allem deshalb erfolgreich, weil die beiden Brüder als erste Surfer ein kräfteschonendes Trapez benutzten. Dieses Trapez nannten sie „Kanalbeschlag".

 

Wer den Initiator Manfred Charchulla näher kennen lernen möchte, der sollte ihn gelegentlich mal auf Fehmarn besuchen oder bei Google einfach dessen Namen eingeben. Viel Spaß mit dem Vereinsgründer. Lasst Euch überraschen!  

 

 

 

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